August 7

Mein Weg von der Leinwand auf die Art Journal Seite. Und was, wenn deine Seite nicht so will wie du?

Kreativ Manufaktur

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Im letzten Blog hatte ich dir ja erzählt, wie ich vom Schränkchen zur Leinwand kam.

Nun möchte ich dir im heutigen Blog erzählen, wie ich dann doch noch in meinem Art Journal gelandet bin.😊

Genaugenommen hatte ich auch hier schon als kleines Mädchen meine Erfahrungen mit einem Art Journal. Ich wusste nur nicht, dass es so hieß. Wie viele hatte ich nicht nur ein Poesie Album, sondern auch zahlreiche Tagebücher, welche ich im Übrigen immer noch besitze.😇

Das Tagebuch war in schwierigen Lebenslagen so etwas wie mein Verbündeter. Vor allem ein schweigsamer Verbündeter. 😎 Hier konnte ich alle meine Sorgen, Geheimnisse und auch meine Glücksmomente notieren. Glaub mir, davon habe ich ausgiebig Gebrauch gemacht.🙏 Es tat gut sich alles von der Seele zu schreiben und bei mir stellte sich dann immer so etwas wie Erleichterung ein. Ich fühlte mich besser und oft kam ich während des Schreibens auf eine Lösung für so manches Problem. 🤗

In meinen Tagebüchern habe ich oft Ottifanten🤪 gemalt, Häuschen, Blumen🌸 und ich habe Bilder aus der „Bravo“ von meinen Lieblingsstars, ok in der Hauptsache waren es Fotos von der Band Queen👑 eingeklebt. Genaugenommen waren das meine ersten Art Journal Seiten. Denn ein Art Journal ist übersetzt ein Kunsttagebuch. Und Kunst, das wissen wir alle liegt immer im Auge des Betrachters.

Aber mit einem richtigen Art Journal habe ich erst 2018 angefangen. Also eines, das den Namen nach meinen heutigen Erkenntnissen auch verdient. Wieder einmal war es eine schwierige Lebenssituation, die mir den Weg zeigte.

Ich erinnerte mich daran, wie gut es tat meine Gedanken, Ängste, Hoffnungen, Wünsche und auch Träume aufzuschreiben und das Besondere war diesmal, dass ich es mit Farbe ausschmückte. 🎨Das gefiel mir noch viel besser, als einfach „nur“ etwas aufzuschreiben. Die Farben hatten noch mal eine andere Wirkung auf mich und zusammen mit dem Geschriebenen ergaben sich oft einfach durch das Betrachten der Bilder neue Lösungen und Wege für mich.💪

Heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen nicht in meinem Art Journal zu malen und zu schreiben. Es ist ein fester Bestandteil in meinem Leben geworden und bereichert mich täglich.😍

Vor allem hilft es mir Themen zu bearbeiten und ich liebe es die fertigen Seiten durchzublättern. Oft entdecke ich Tage oder Wochen später etwas Neues, was mir Anfangs gar nicht aufgefallen ist.

Nach Art Journal Seiten erkannte ich auch sehr schnell meine Vorliebe für Upcycling Projekte. Also ich schreibe und gestalte auch gerne Bücher um. Und genau bei einer solchen Aufgabe wäre ich fast verzweifelt.😉

Ich hatte mir so ein altes Buch im Trödel gekauft und wollte dieses „altern“, d. h. es umgestalten. Bei einer Seite hatte ich die Idee eines Fototransfers. Wer das schon mal gemacht hat, weiß, dass man dabei mit viel Wasser auf der Seite herumspritzen muss und es eine Riesensauerei wird. In einem Katalog hatte ich ein Bild von der Mona Lisa entdeckt und ich dachte mir, dass die bestimmt super in mein „altered book“ passt. Leider hatte ich das nicht zu Ende gedacht.🤔

Ich hatte meine Seite präpariert, das auf festerem Karton abgebildete Motiv der Mona Lisa gut eingestrichen und brav über Nacht gewartet. Geduld ist ja bekanntlich nicht meine Stärke.

Am nächsten Tag bespritzte ich meine Seite… Ihr wollt nicht wissen, welche jahrhundertealten Gerüche da aus meinem Buch aufstiegen😂… und rubbelte was das Zeug hält meine Mona Lisa frei.

Die Idee erwies sich nicht als besonders klever, weil die Seiten ja recht dünn waren, und zack war schon ein Auge der Mona Lisa weggerubbelt. 🙈Das war natürlich so nicht geplant. Zudem ließ sich das dickere Papier nicht gut bearbeiten und der untere Rand meiner Seite sah aus wie ein gerupftes Huhn in rot-schwarzen Fetzen.😳

Ich hatte eine Vintage Seite geplant und keine rot-schwarz-weiße Fetzen Seite.

Ganz ehrlich – ich zog in Erwägung die Seiten rauszureißen und in die Tonne zu schmeißen.🙁

Wenn ich so einen Gedanken habe, dann lenke ich mich ab und mache etwas anderes. Ich lasse es einfach liegen und betrachte es einen Tag später.

  • Wenn dir deine Seite nicht gefällt, dann ist sie noch nicht fertig.🙂

Mein Tipp für dich: „Lass es liegen, mach etwas ganz anderes. Man nennt das auch Musterunterbrechung. Du kennst das vielleicht, wenn du mit jemandem sprichst und es kommt ein unangenehmes Thema auf, da ist es manchmal hilfreich einfach eine andere Richtung einzuschlagen. So manch ein Streit wurde dadurch schon verhindert. Ich bin spazieren gegangen und auf dem Zaun eines Nachbarn saß ein schwarzer Rabe. Für einen Moment hatten wir Sichtkontakt, bis er sich in die Lüfte schwang und dabei eine Feder verlor. Natürlich habe ich diese schwarze Feder mit nach Hause genommen.

  • Mach ein Foto von deinem Bild / deiner Seite🙂

Du fragst dich, was das ändern soll? Alles – auf einem Foto hast du eine andere Perspektive von deinem Bild und vor allem kannst du im Geiste erst mal auf deinem Bild spazieren gehen und da ist wieder alles erlaubt und möglich.

  • Betrachte dein Bild mit den Augen eines Kindes.🙂

Ja genau, mit den Augen eines Kindes gibst du keine Wertung und Bewertung in dein Bild. Du schaust einfach, was du entdecken kannst. Und glaube mir du wirst fündig.

Ich entdeckte auf einmal diese witzigen Figuren, so wie bei Wolken die vorbeiziehen. Also malte ich diese als Erstes. Meine Mona Lisa war immer noch einäugig und zerrupft. Aber wer sagt denn, dass es eine Mona Lisa sein muss. Außer mir weiß ja niemand was ich da geplant habe. Ok! Ihr jetzt. Also fragte ich mich, wer könnte es sonst sein? Eine Abenteurerin, eine Piratenbraut…

  • Sei mutig – und folge deinem ersten Impuls.🙂

Plötzlich war die Farbe Rot nicht mehr störend für mich. Rot ist dynamisch mit Power, Mut und Vitalität, ja auch einem Hauch Erotik. Ich arbeitete intuitiv ein schwarzes Netz, getrocknete Rosenblätter und die Feder des Raben in die Seite ein. Wie meine Schöne nun heißt, kann ich dir nicht verraten, weil sie es mir noch nicht offenbart hat.

Aber vielleicht fällt dir nach meiner kleinen Geschichte zur Entstehung ja ein Name ein?

  • Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende.🙏

Bleib dran, gib nicht auf! Manche Dinge brauchen Zeit und Raum – eine besondere Stimmung. Bewerte das nicht, sondern verschiebe es auf einen anderen Tag. Und vor allem BEWERTE DICH NICHT.

Bleib in der Freude – Schick deinen inneren Kritiker auf die Bahamas zum Cocktail trinken. Vor allem bleib du selbst mit deinem Ausdruck von Kunst und versuche nicht jemand anderes zu sein. Es reicht völlig aus, wenn Du, DU SELBST BIST!🙏

Und du was meinst du zu diesem Thema?

Was machst du, wenn es mal nicht so rund läuft?

Welche Zauberkraft steckt in dir?

Was bewirkt Kreativität in deinem Leben?

Ich freue mich auf deine Kommentare.

Deine Schatzfinderin

Regina

About the author 

Regina Hüblein

Regina Hüblein "die Schatzfinderin" ist Lebensfreudecoach und Mixed Media Künstlerin. Kreativität lebt sie in vielerlei Hinsicht beim Malen, Singen, Kochen und Schreiben aus. Darüberhinaus ist sie von Kindheit an fasziniert von Leuchttürmen. Eine besondere Leidenschaft verbindet sie mit Andalusien und der Tapas Küche. Und last but not least liebt sie Katzen.

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