Juli 31

Freude

Coaching, Kreativ Manufaktur

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Monatsthema: Freude – Regenbogen – Sonnenschein

In meinem Newsletter hatte ich dir ja bereits geschrieben, dass der Regenbogen für mich ein Symbol der Freude ist. Das liegt nicht nur an den bunten Farben, sondern vielmehr an der Tatsache, dass der Regenbogen nach einem Gewitter erscheint, sobald sich die Sonne wieder hervortraut. “ />

Vielleicht hast du ja schon mit meinem Abonnenten Tutorial aus den Farben Blau, Gelb, Rot und Grün deinen Regenbogen gemixt und gemalt.

Gefragt nach der Definition Freude fand ich folgende Antwort auf Wikipedia:

„Freude ist der Gemütszustand oder die primäre Emotion, die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Je nach Intensität äußert sie sich als Lächeln, Lachen, Freudenschrei oder in einem Handeln.“

Freude – Wikipedia

Nun möchte ich dir heute in meinem Blog eine etwas andere Umsetzung und vor allem einen ganz anderen gedanklichen Hintergrund zum Thema „Freude“ mit auf den Weg geben. Ein Thema, das mich persönlich sehr bewegt hat und auch immer noch ein wenig nachwirkt. Gerne möchte ich das mit dir in diesem Blog teilen.

Doch zuvor ein kleiner Rückblick

und ich warne dich vor, es wird in diesem Blog etwas persönlicher.

Das letzte Jahr war in vielerlei Hinsicht sehr herausfordernd und an mancher Stelle so schwierig, dass ich phasenweise dachte „Das kann ich nicht mehr aushalten, tragen, ertragen“.

Ich habe jedoch ein tiefsitzendes Urvertrauen, dass Gott mir nicht mehr aufbürden wird, als ich tragen kann. Die Lasten waren sehr schwer und ich spürte es sehr auf der körperlichen Ebene. Die Themen gingen von Vertrauensmissbrauch, Verrat, Intrigen, Lügen, Manipulation, Krankheit bis hin zur völligen Ignoranz von getroffenen Vereinbarungen etc. …

Du fragst dich jetzt, was bitte schön hat das mit Freude zu tun? Das ist doch quasi genau das Gegenteil davon…

Und soll ich dir etwas sagen, „Du hast recht! – Das war keine Freude – das war Kampf – ermüdender, und was es für mich noch schlimmer machte, sinnloser und unnötiger Stress.“

Die „Geburt des „Lebensfreude Art Journal Kurs“

Was mich aufrecht gehalten hat, war die „Geburt des „Lebensfreude Art Journal Kurs“. Eigene Kinder waren mir nicht vergönnt und somit kann ich nur sagen, dass dieser Kurs von der Entstehung bis zur Vollendung mit all meiner Liebe und meinen Gedanken dazu gefüllt wurde. Sämtliche Hindernisse und derer gab es viele… galt es zu überwinden, um einen „Neuanfang zu starten und damit etwas anderes loszulassen“. Mir war es wichtig, dass die Teilnehmer in dem Kurs Leichtigkeit verspüren bei der Entstehung der Art Journal Seiten. Der Fokus auf sich selbst und das was jeden einzelnen als Person ausmacht, um mit Freude festzustellen, wie wunderbar und einzigartig man ist. Das war und ist die Botschaft des Kurses und ich danke allen, die sich genau darauf eingelassen haben und das dann auch spüren konnten, was mir die wundervollen und sehr persönlichen Rückmeldungen auch zeigten. Das war für mich ein Moment der Freude “ /> weil ich glücklich darüber bin, wenn ich mit meiner Arbeit dazu beitragen kann, dass jemand etwas für sich entdeckt, was vorher im verborgenen lag und nicht sichtbar war. Genau das ist es, was ich als „Schatzfindercoach“ bewirken möchte.

Wenn Du realistisch malen lernen möchtest, dann bist du bei mir nicht an der richtigen Adresse, da ich es eher wie David Zinn halte. In einem meiner vorherigen Blog Artikel hatte ich seine Philosophie schon erwähnt.

Die Welt in bunten und leuchtenden Farben gestalten

Ich mag es die Welt bunt zu gestalten und leuchtende Farben wie im Regenbogen verbreiten gute Laune, zaubern ein Lächeln ins Gesicht und du kommst los von trübsinnigen Gedanken. Vielleicht kennst du den Song von Udo Lindenberg „Ich lieb dich überhaupt nicht mehr“. In einer Textpassage singt er davon, dass er alles knallbunt angemalt hat. Was ich nicht getan habe, ist den Fernseher einzutreten, den die Versicherung dann zahlt (ihr könnt euch denken warum nicht “ />) oder durch die Kneipen zu ziehen… Dennoch habe ich mir im letzten Jahr einen „Schutzpanzer“ zugelegt – wie gesagt es war sehr herausfordernd, oder wie eine „Künstlerfreundin sagt „Probleme sind Feiglinge und kommen nie Alleine“ (Sonja K.) Bei mir war es eine ganze Gang.

Urvertrauen – eine kraftgebende Ressource

Und nun komme ich wieder zu meinem „Urvertrauen“ – und ich bin sehr dankbar, dass ich diese Ressource in mir trage.

Dieses Urvertrauen zeigte über Umwege einen Weg in unser neues Zuhause – und ich garantiere dir – das ist Freude pur. Ich bin es mit der Wünschelrute abgelaufen, habe fest hineingespürt wie es sich anfühlt – ob es Störfelder gibt – Altlasten etc.

Nichts dergleichen war zu spüren “ /> Dafür Freude – Licht – Leichtigkeit und vor allem Ruhe. Mein zu Hause ist für mich ein Rückzugsort – ein Ort zum Auftanken und genau das hatte ich im letzten Jahr nicht. Keine Ruhe – kein Auftanken – kein Rückzug – kein Schlaf – kein Frieden

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie unfassbar groß meine Freude über das neue zu Hause ist “ /> Mein Schutzpanzer hat sich schon ein wenig gelockert.

Und dann war da dieses besondere Ereignis, von dem ich euch berichten möchte. Das Thema, das ich eingangs erwähnt habe und das mich sehr berührt.

Ich war auf der Beerdigung einer „Netzwerkfreundin“ aus dem Unternehmerinnennetzwerk, in welchem ich Mitglied bin. Aufgrund von Corona fanden unsere Treffen seit Februar letzten Jahres immer online statt. An einem dieser „Kaffeetreffen“ im Oktober letzten Jahres ging es darum, wofür wir dankbar wären in Zeiten von Corona und sie benannte dazu ihre diagnostizierte Krebserkrankung. Ich war berührt von ihrer Haltung und der Art und Weise, mit der sie diese Krankheit betrachtete. Meine Krebsvorstufe in 2015 konnte ich seinerzeit so nicht betrachten.

Sie war Jahrgang 1968 und hat den Kampf leider verloren am 23. Februar.

Ich kann mich genau erinnern, wie es mir ging, als ich diese Nachricht erhielt. Ich hatte einen langen Arbeitstag mit schlaflosen Nächten hinter mir. Die unschönen Themen wegen unserer Wohnsituation, die „Ent – täuschung“ über eine Person, der ich sehr vertraut hatte, raubten meine Energie und meinen Schlaf. Ich war gerade bei dem Zubereiten unserer Mahlzeit und sollte mich dann um ein Thema kümmern, das im Gegensatz zu dieser in diesem Moment ankommenden Nachricht absolut unwichtig war. Es hat mich umgehauen und die Endlichkeit des Seins wurde mir sehr bewusst.

Am 17.07. war die Beerdigung im Friedwald. Es gab eine Einladung, in welcher stand, dass wir in der Freude sein sollen, dass wir farbenfroh kommen sollen, tanzen, lachen, feiern etc.

Eine wahre Bereicherung

Spontan bekam ich die Eingebung eine besondere Trauerkarte zu machen. Ich nahm eine Aufnahme von der Unternehmerinnenmesse, auf der sie strahlte. Hier hatten wir auch die Möglichkeit mehr ins Gespräch zu kommen. Die Messe war nicht gut besucht und währende viele Ausstellerinnen damit haderten, fanden wir uns zusammen und freuten uns darüber, dass wir die Chance hatten uns so besser kennenzulernen. Eine wahre Bereicherung “ /> Ich mochte sie und auf der Beerdigung sollte ich feststellen, was uns noch alles verband. So nahm ich das Regenbogenthema und die Freude auf und malte die sinnbildliche Regenbogenbrücke. Ich malte ihr Haar in Gold und bekam die Eingebung zu schreiben „Ich bin im Licht und wache über euch.“

Das alles kam intuitiv. Ich hätte bewusst vermutlich nie eine solche Trauerkarte gemalt.

Dann kam der Tag der Beerdigung. Als ich mich auf den Weg zur Andachtsstelle machte, vernahm ich den Geruch von weißem Salbei und Beifuß sowie den Klang von Trommeln. Eine Gruppe bunt gekleideter Frauen empfang die Gäste und wer wollte, durfte sich mit den Kräutern räuchern lassen. Wer mich kennt weiß, dass ich die Rauhnächte zelebriere und um die Kraft dieser Kräuter weiß. Gerne habe ich dieses Geschenk in Empfang genommen. Danach durfte ich mir aus einem Korb einen Stein nehmen und auf meinem Stein stand Glück “ />.

Ich hatte für mich das freudige Gefühl, das meine Karte genau richtig ist.

Dieses Gefühl bestätigte sich während der kompletten Zeremonie immer mehr. Eine weitere Gruppe zeigte einen Flamencotanz und es wurde gesungen, getanzt und die Worte der freien „Rednerin“ waren einfach nur wundervoll. Alles war mit Licht, Liebe und Freude erfüllt und die Urnenbeisetzung war eine feierliche Zeremonie, in der jeder der es wollte, die Urne berühren durfte, um sich zu verabschieden.

Eines der wundervollen und für mich sehr stimmigen Lieder möchte ich hier mit euch teilen. Pacha Mama. 

Was mich am meisten berührte, war die Tatsache, dass sie in ihren letzten Worten im Frieden mit sich war. Sie hat gesagt, dass alles gut ist wie es ist und dass sie ein sinnerfülltes und liebevolles Leben hatte. Sie sei bereit ihre körperliche Hülle zu verlassen, um in die nächste Dimension zu gehen, ins Licht.

Meine Diagnose 2015 wurde per Zufall entdeckt und ich hatte das Glück, das alles rechtzeitig war und ich leben darf. Es war die gleiche Diagnose wie bei ihr und ich durfte auf dieser „Feier“ erfahren, dass uns nicht nur die Kreativität, die Musik, das Frauennetzwerk, Spanien, der fast gleiche Jahrgang und die Liebe zu Farben verbindet, sondern auch die Spiritualität und die friesischen Wurzeln.

Ich bin dankbar und voller Freude das ich dabei sein durfte und diese wundervolle Frau kennenlernen durfte.

Nun hast du einen längeren und auch sehr persönlichen Blog von mir lesen dürfen und ich freue mich, wenn du dir die Zeit genommen hast.

Alles was passiert hat einen tieferliegenden Grund und es hat auch einen Grund warum ich dir heute in dieser persönlichen und offenen Art und Weise schreibe.

 

Was ist Freude für Dich?

Was zaubert dir ein Lächeln auf die Lippen?

Wo spürst du die Freude im Körper?

Wie immer freue ich mich auf deine Kommentare.  

 

Herzlichst

 

Deine Schatzfinderin Regina

  • Hallo liebe Regina, das ist ein sehr persönlichea Ereignis, dass Du da mit uns teilst. Ein sehr berührendes, trauriges und zugleich freudiges Ereignis. Danke dafür! Deine Erzählung lässt die Gedenkfeier vor dem inneren Auge entstehen und man spürt die Freude und Dankbarkeit, die Deine Freundin dem Leben entgegen gebracht hat. Dir wünsche ich, dass nun alles wieder mehr in Regenbogenfarben ist. Liebe Grüße Ulrike.

    • Liebe Ulrike,

      danke für deine lieben Wünsche. Janna hat das Leben geliebt und so war auch ihre Gedenkfeier. Eine Ode ans Leben.
      Ich war das erste Mal im Friedwald und kann mir gut vorstellen diesen Weg für mich selbst auch zu wählen.

      Herzlichst Regina

  • Liebe Regina,
    Herzensdank für Deinen so wertvollen, bereichernden und sehr bewegenden Bericht über Deine Herausforderungen der vergangenen Monate. Danke für Deine Offenheit und Authentizität, Danke für das Teilen Deiner persönlichen Erfahrungen. Deine Trauerkarte ist grossartig und die farbenreiche Erzählung Deiner Freundin rührte mich zu ein paar Tränchen….
    Habe es nur am Rande mitbekommen, wie schwer das vergangene Jahr für Dich war – umso mehr freut es mich voin ganzem Herzen, dass ihr nun endlich in einen neuen wundervollen Hafen einfahren und den Anker neu setzen konntet. Da wurde es auch Zeit!
    Herausforderungen machen uns stärker und weiser. Es sind Lektionen, die wir auf unserer Seelenreise zu meistern vermögen. Wir transformieren unsere „Kämpfe“ in neue Erkenntnisse, in Weisheit und Integrität.
    Es ist so schön, dass es Dich gibt.
    Alles Liebe von Herzen und Danke
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      danke für deine lieben Zeilen. Und in der Tat ist es so, dass diese Herausforderungen sehr gezerrt haben, aber auch gezeigt haben, was
      wirklich zählt und mehr Aufmerksamkeit benötigt.
      Und schön das es dich gibt:-) Deine Worte berühren mich. Herzensdank

      Regina

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    About the author 

    Regina Hüblein

    Regina Hüblein "die Schatzfinderin" ist psychologischer Personal und Business Coach, Kreativcoach und Mixed Media Künstlerin. Kreativität lebt sie in vielerlei Hinsicht beim Malen, Singen, Kochen und Schreiben aus. Darüberhinaus ist sie von Kindheit an fasziniert von Leuchttürmen. Eine besondere Leidenschaft verbindet sie mit Andalusien und der Tapas Küche. Und last but not least liebt sie Katzen.

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